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Deutsch-französische Geschichte

Geschichte zum Anfassen: Deutsch-französische Gebäude im Saarland

Entdeckungsreise zu spannenden Orten mit deutsch-französischem Hintergrund. Haben Sie das Gebäude auf dem Bild schon einmal gesehen?

       

© Ministerium für Bildung und Kultur

Bei dem Gebäude auf dem Bild handelt es sich um das sogenannte „Pingusson-Gebäude“, Hohenzollernstraße 60 und Keplerstraße 21, 66117 Saarbrücken. Es ist das Gebäude der ehemaligen Französischen Botschaft im damals teilautonomen Saarland und steht seit 1985 unter Denkmalschutz. Wie der Name vermuten lässt, wurde das Gebäude von dem französischen Architekten Georges-Henri Pingusson mithilfe der beiden deutschen Architekten Hans Bert Baur und Bernhard Schultheis von 1951 bis 1954 errichtet. An der Gestaltung im Innenraum arbeiteten deutsche Künstler wie Boris Kleint oder Karl-Heinz Grünewald mit dem französischen Designer Jacques Dumond zusammen. Das Botschafterbüro wurde von dem Innenarchitekten Raphaël Raffel eingerichtet.

Laut Pingusson sollte die ehemalige Botschaft einerseits ein Zeichen des Friedens zwischen den Völkern symbolisieren, andererseits aber vor allem eine Repräsentation der französischen Kultur sein. Auftraggeber war der Hohe Kommissar Gilbert Grandval, der den Auftrag für den Bau kurz vor der Umwandlung des „Haut Commissariat“ 1951 in die „Mission Diplomatique Française en Sarre“ erteilte. Zu dieser Zeit war das Saarland teilautonom.

Weitere Infos:

https://kunsthistoriker.org/verband/rote-liste/pingusson-bau-ehem-franzoesische-botschaft-im-autonomen-saarland/

https://institut-aktuelle-kunst.de/uploads/publikationen/Pingusson-2.pdf

http://resonanzen.eu/pingusson-bau/

 

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